Herzlich willkommen auf meiner Homepage für gesunde Entwicklung!

Die Frage „Wie können Menschen sich gesund entwickeln?“ ist auch die Fragestellung der Salutogenese. Die heutige Medizin und Gesundheitsarbeit wird allerdings von Frage getrieben: „Was können wir gegen eine Krankheit tun?“. Dies hat besonders zwei Arten von Aktivitäten geprägt: von retten wollenden Macherinnen* und von Ratschlagenden für die Selbstmacherinnen. Mir und hier geht es um eine dritte Art von therapeutischer und gesundheitsförderlicher Handlungsweise, die man sonst nur selten expliziert findet. Wie können wir mit unserer Rede und unserem Verhalten ganz bewusst Entwicklungs- und Gesundungsprozesse anregen und fördern? Das gilt für therapeutische Prozesse wie für den Lebensalltag. Wohlergehen wird zur Kokreation.

Für diese Art von Interventionen braucht es zunächst eine Vorstellung von gesunder Entwicklung. Diese ist komplex dynamisch. Gesundheit bildende Prozesse haben eine attraktive Zielgestalt, der sie sich anzunähern suchen. Alle Zustände von Krankheit und Gesundheit sind von mehr oder weniger kurzer Dauer und betreffen immer nur Teilaspekte des Systems. Wenn wir Störungen und Krankheiten überwinden wollen, bleibt das zugrunde liegende Ziel, die gesunde Entwicklung zu fördern.

Wie stellen Sie sich ideale Gesundheit vor?

Wenn wir Gesundheit als attraktives Idealziel unseres alltäglichen Lebens annehmen, als „einen Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“ (WHO), bezeichnet gesunde Entwicklung unseren lebenslangen Annäherungsweg an dieses Ziel. Gesunde Entwicklung ist unser tägliches Streben nach Wohlergehen, unbewusst und bewusst.

Im Äußeren leben wir alle in einem dynamischen evolutionären Netzwerk von Individuen, Familien, kulturellen Organisationen und der Menschheit in der Biosphäre. In unserem Inneren sind Gedanken, Emotionen, Organe, Zellen und Gene an dieser komplexen Dynamik des Lebens beteiligt.

In einer systemischen Sichtweise sind unsere inneren Funktionen mit unseren äußeren Beziehungen in Resonanz (s. systemische Psychologie). In der Salutogenen Kommunikation SalKom® geht es darum, diese Kommunikation zwischen Individuum und Mitmenschen bzw. anderen Systemen, gesundheitsförderlich zu gestalten. Die Stimmigkeit dieser Beziehungen ist zentral für unsere gesunde Entwicklung / Salutogenese (s. Kohärenzregulation und Psychodynamik gesunder Entwicklung). 

Eine zukunftsfähige Perspektive für nachhaltige Gesundheitsarbeit finden wir, wenn wir die Medizin und das Gesundheitswesen und ihre Paradigmen im großen evolutionären Zusammenhang am Maßstab gesunder Entwicklung möglichst aller Menschen reflektieren (s. Metatheorie). Dieser evolutionäre Zusammenhang ist nicht vollständig empirisch abzusichern, wie vielen erst jetzt in der Corona-Pandemie bewusst wurde. Wohl aber können wir ihn mit heuristischen Methoden annähernd erfassen und mitgestalten. Dazu beginnen wir immer wieder mit einem Visionieren von gesundem gutem Leben: Wohin wollen wir uns entwickeln? 

* Um den Geschlechtern halbwegs gerecht zu werden, ohne den Lesefluss zu behindern, verwenden wir im Singular immer die männliche Form, es sei denn, es ist ausschließlich eine weibliche Person gemeint, und im Plural immer die weibliche Form, es sei denn, es werden nur Männer gemeint.

Bücher:

 

Die Marmor-Skulptur „Kommunikation“ (im Header-Foto der Startseite) ist von Dietlind Petzold: www.studio-amaranta.com.

 

Die Marmor-Skulptur „Kommunikation“ (im Header-Foto der Startseite) ist von Dietlind Petzold: www.studio-amaranta.com.